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Kriegsjahr 1917

Die Kriegsgrobheit

Dicker Fleischer verkauft alter Frau ein winziges Stück Schmalz um zwei Kronen. An der Wand hängen Fleisch und Würste.

Die Kriegsgrobheit – Karikaturen von Theo Zasche
(Ausschnitt),
Österreichische Volks-Zeitung, 25.3.1917, S. 9, WBR

Essenseinladungen und Verwandtenbesuche, gemeinsame Restaurant- und Heurigenbesuche haben einst zur guten Ge­wohnheit der Wiener Geselligkeit gehört. Bei Fortdauer des Krieges finden diese Rituale nun fast ein Ende.

 

Einerseits wegen der Schwierigkeit der Lebensmittelbeschaffung, andererseits weil solche Zusammenkünfte nur allzu vielen Gästen dazu die­nen, ihren Bauch mit Marmelade oder Zucker vollzuschlagen. Also lässt man Einladungen sein. (DZ 22.4.1917)

 

Als weiterer Grund kommt hinzu, dass den bürgerlichen Haushalten für das Service oft kein Personal mehr zur Verfügung steht. In den Zeitungen jener Jahre wird die Klage über die Hausgehilfin­nen zum Dauerbrenner. mehr