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Kriegsjahr 1915

Der Kriegsfrauendienst

Drei Frauen mit Besen. Text: Straßensäuberung in Hernals. Drei resche Hernalserinnen in ihrer neuen Tätigkeit als "Städtische Straßenkehrerinnen". Photographie eingesandt von Anna Franz und Kolleginnen.

Die städtische Straßenreinigung
wird weiblich,
Illustrierte Kronen-Zeitung, 10.12.1915,
S. 11, WBR

Mit Kriegsbeginn übernehmen in der Landwirtschaft Frauen die Arbeit ihrer eingezogenen Männer. In den Städten sind es die vielen freiwilligen Pflegeschwestern, die zu Pio­nierinnen der Frauenbeschäftigung werden.

 

Oft genug sieht man Frauen der besten Wiener Gesellschaft mit der Pflege­rinnenhaube und der Rot-Kreuz-Armbinde auf den Straßen. (NWT 25.7.1915)

 

In den ersten Monaten des Krieges finden die Frauen schwierige Bedingungen vor, zu Beschäftigung und Verdienst zu kommen. Die bürgerlichen Haushalte sparen beim Perso­nal und entlassen Bedienerinnen oder Kinderfrauen. Die Auf­waschbörse Am Hof ist immer überfüllt mit Arbeitswilligen.

 

Als Anfang Februar 1915 Schnee fällt, ist der neuartige Einsatz von weiblichen Schneeschauflerinnen auch ein Thema in den Zeitungen. „Zu Hunderten verdienen sie sich und ihren Kindern das Kriegsbrot.“ mehr