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Kriegsjahr 1914

„Hab’n s‘ ’s schon g’hört?“

Illustration: Deutscher und österreichischer Soldat schmücken Weihnachtsbaum mit Bomben und anderem Kriegsgerät

Karikatur zur ersten Kriegsweihnacht
Die Muskete, 24.12.1914, S. 101, WBR

In den Zeitungen fallen die weißen Flecken auf; die Zensur ist aktiv. „Die Wiener Zensoren nähren einen wilden Abscheu vor der Druckereischwärze und lassen dieser Leidenschaft jeden Tag die Zügel schießen. So kommt es, daß eine Art Weißer-Fleck-Typhus wie eine böse ansteckende Krankheit die ganze Presse Oesterreichs befallen hat.“ (FZ 31.3.1915)

 

Der Schriftstellerverein „Concordia“ entschließt sich zu einem Appell an die Regierung. Man fordert die Einschrän­kung der Zensur auf die militärischen Angelegenheiten und verlangt die Freigabe der Kritik in allen anderen Belangen. Die ungleichmäßige Zensur wird angeprangert, auf die größere Freiheit der Zeitungen in Deutschland und in Ungarn verwie­sen. (TR 2.3.1915) mehr